GA-Fachplaner · Fachplanung Gebäudeautomation

Unabhängiger Fachplaner Gebäudeautomation: der Fachplaner, der testet, was er ausschreibt

Bei vielen Projekten schreibt derjenige das GA-Leistungsverzeichnis, der die Anlage auch installiert. Er bietet auf seine eigenen Spezifikationen an und nimmt dann seine eigene Anlage ab. Foobot übernimmt die Fachplanung, ohne danach etwas verkaufen zu müssen: weder Automationsstationen noch Leitsysteme noch Bauleistungen.

Unsere 10 Verpflichtungen ansehen
  • Unabhängig von Systemintegratoren
  • Offene Protokolle BACnet / LON
  • Abnahme vor Ort getestet
Foobot-Ingenieur am GA-Schaltschrank beim Test der Automationsstationen, Pixel-Art-Illustration
Diese Unternehmen vertrauen uns
Spie FacilitiesCHRU NancyHôpital FochCMA CGMCrédit AgricoleLagardèreDassault SystèmesL'OréalSaint-Gobain
Was wir auf Baustellen beobachten

GA-Projekt: vier Beteiligte, und drei Fragen, die niemand übernimmt

Auf dem Papier ist die Kette klar. Der Bauherr entscheidet, der GA-Fachplaner plant, der Systemintegrator installiert, der Betreiber übernimmt. In der Realität verwischen die Grenzen schon in der ersten Baubesprechung.

  1. Bauherr

    Trägt Budget, Entscheidung und regulatorisches Risiko.

  2. GA-Fachplaner / Objektüberwachung

    Plant die Architektur, schreibt die Spezifikationen, überwacht die Ausführung.

  3. Systemintegrator

    Installiert, programmiert die Automationsstationen, nimmt in Betrieb.

  4. Betreiber

    Lebt jeden Tag mit dem System, lange nach der Abnahme.

Die Grauzonen

Wer testet die Regelabläufe, bevor das Abnahmeprotokoll unterschrieben wird?

Wenn das Leistungsverzeichnis dazu nichts sagt, beschränkt sich die Abnahme auf einen Rundgang durch die Gebäudeleittechnik. Die Bilder werden angezeigt, also „funktioniert es“. Drei Monate später treten die ersten Fehlfunktionen auf, ohne klare Handhabe.

Wer prüft, ob die Datenpunkte zuverlässige Werte liefern?

Sie haben vielleicht 500 GA-Datenpunkte. Die eigentliche Frage ist, wie viele davon etwas Richtiges erzählen. Falsch adressierter Sensor, doppelt zählender Zähler, eingefrorener Fühler: Niemand sieht es, solange niemand hinschaut.

Wer schult den Betreiber wirklich?

Ein halber Tag vor dem Leitstand ist kein Wissenstransfer. Ein Betreiber, der die Regellogik nicht versteht, schaltet auf Handbetrieb. Und der Handbetrieb bleibt.

Der Interessenkonflikt, den alle hinnehmen

Wenn der Fachplaner auch der Systemintegrator ist, schreibt er aus, bietet auf seine eigene Ausschreibung an, kontrolliert seine Inbetriebnahme und nimmt seine Anlage selbst ab. Dem Bauherrn bleibt nur eine Meinung, und sie kommt von dem, der die Bauleistung verkauft.

„Gebäudeautomation ohne Mängel abgenommen, aber unbrauchbar. Warum? Weil sie nicht getestet wurde. Der GA-Fachplaner hat nur in der Kantine mit dem Systemintegrator geredet, das reicht nicht.“
Das Mandat

Was eine GA-Fachplanung bei Foobot enthält

Zehn Punkte, die wir ins Leistungsverzeichnis schreiben und dann selbst prüfen. Sie können sie auch als Prüfraster für jedes Angebot einer GA-Fachplanung oder Objektüberwachung nutzen.

  1. Unabhängigkeit vom Systemintegrator

    Keine kapitalmäßige oder geschäftliche Verbindung zum ausführenden Unternehmen. Man kann nicht Richter und Partei zugleich sein.

  2. Funktionale Spezifikationen je Gewerk

    Heizung, Lüftung, Klima, Beleuchtung, Zählung: Jedes Gewerk hat seine eigenen Spezifikationen. Eine RLT-Sequenz schreibt man nicht wie eine Lichtsteuerung, und ein „globales“ Leistungsverzeichnis lässt Lücken.

  3. Ziel-Effizienzklasse der GA und Anforderungen nach § 56 GModG

    § 56 GModG stellt eigene funktionale Anforderungen an die Gebäudeautomation; im Bestand schreibt er keine Klasse nach DIN EN ISO 52120-1 vor. Die Klasse dient dazu, das Ambitionsniveau des Projekts festzulegen, wobei ein Gebäude an seiner schwächsten Funktion gemessen wird.

  4. Offene Protokolle vorgeschrieben

    BACnet oder LonWorks schwarz auf weiß in den Spezifikationen. Ein proprietäres Netz sperrt den Zugang zu den Daten und macht jede Erweiterung teurer als die vorherige.

  5. Funktionstests vor der Abnahme

    Jede Regelsequenz wird unter realen Bedingungen geprüft, mit der Automationsstation unter Spannung, nicht simuliert auf einem Leitstandbild. Kein Test, kein Abnahmeprotokoll.

  6. Dokumentation der Regelsequenzen

    Aktivierungsbedingungen, Sollwerte, Alarmgrenzen, Verhalten im Notbetrieb. Ohne diese Dokumentation arbeitet der Betreiber blind, und der nächste Systemintegrator fängt bei null an.

  7. Schulung des Betreibers

    Der Betreiber muss die Regellogik verstehen und die häufigen Fälle beherrschen: Handbetrieb, wiederkehrende Alarme, Kommunikationsstörungen.

  8. Begleitung im ersten Gewährleistungsjahr

    Mängelbeseitigung, Leistungsprüfung im Winter und dann im Sommer, Anpassung der Sollwerte. Nach Ablauf der Gewährleistung ist es zu spät, um Nachbesserungen ohne Mehrkosten durchzusetzen.

  9. Reversibilität und Datenzugang

    Die Trendaufzeichnung Ihrer Gebäudeautomation gehört Ihnen. Export in einem offenen Format und die Möglichkeit, Systemintegrator oder Leitsystem zu wechseln, ohne Informationen zu verlieren.

  10. Kriterien zur Erfolgsmessung

    Referenzverbrauch (Baseline), Nachweisverfahren, Witterungsbereinigung: Die Methode wird schon im Leistungsverzeichnis festgelegt. Ohne sie bleiben die angekündigten Einsparungen bloße Behauptung.

Sie haben bereits ein Leistungsverzeichnis oder ein Angebot für die Fachplanung? Schicken Sie es uns, wir sagen Ihnen, was fehlt.

Vergleich

GA-Fachplaner mit Bindung an einen Systemintegrator oder unabhängiger GA-Fachplaner: Was sich für den Bauherrn ändert

Was er Ihnen danach verkaufen willÜbliches ModellOft die Integration, die Hardware oder die WartungMandat FoobotNichts. Weder Automationsstationen noch Leitsystem noch Bauleistungen
ProtokolleÜbliches ModellDie des Herstellers, den der Systemintegrator beherrschtMandat FoobotBACnet oder LonWorks vorgeschrieben, Reversibilitätsklauseln
AbnahmeÜbliches ModellRundgang durch die Gebäudeleittechnik, Abnahmeprotokoll unterschriebenMandat FoobotRegelsequenzen einzeln getestet, unter realen Bedingungen
DokumentationÜbliches ModellBestandsdokumentation übergeben, selten gelesenMandat FoobotRegelsequenzen beschrieben, für Dritte nutzbar
Ende des MandatsÜbliches ModellBei der Übergabe, manchmal nach dem ersten JahrMandat FoobotBegleitung im ersten Gewährleistungsjahr, bis zur Mängelbeseitigung
Messung der EinsparungenÜbliches ModellBehauptet, oder gar nichtMandat FoobotMethode im Leistungsverzeichnis festgelegt, internationales IPMVP-Protokoll und Witterungsbereinigung nach Gradtagzahl

Das übliche Modell beschreibt, was wir vor Ort am häufigsten antreffen. Es gibt gute GA-Fachplaner mit Bindung an einen Systemintegrator. Das Problem ist, dass Sie keine Möglichkeit haben, das zu überprüfen.

Gebäude von VALEO
Issa Touré
Leiter HSE & Arbeitsqualität, VALEO
„Wir hatten eine brandneue Gebäudeautomation, aber sie hielt nicht, was sie versprach: unzufriedene Nutzer, ständige Alarme und das Gefühl, unser Gebäude nicht mehr wirklich im Griff zu haben. Foobot hat uns als unabhängige GA-Beratung geholfen, die Kontrolle zurückzugewinnen und die Gebäudeautomation auf das erwartete Niveau zu bringen.“
Was die Beratung bewirkt hat
Fehlfunktionen endlich identifiziert und bis zur Behebung verfolgt
Rolle als neutraler technischer Ansprechpartner für die GA
Verantwortlichkeiten zwischen Wartungsunternehmen und Systemintegrator geklärt
Systematische Tests aller Lieferungen des Systemintegrators
Ergebnis

„Endlich stabiler Komfort für unsere Mitarbeitenden und deutliche Energieeinsparungen.“

Woher unser Blick kommt

Warum ein Hersteller von Regelungssoftware ein guter GA-Fachplaner ist

Foobot kennt Gebäudeautomation nicht nur, weil wir sie auditieren. Von Haus aus entwickeln wir Software, die mit ihr wirklich funktionieren muss.

Wir haben unter die Haube geschaut

Daten lesen, Sollwerte schreiben, Schnittstellen testen, die Reaktion der HLK-Anlagen beobachten. Das tun wir seit Jahren, auf GA-Systemen verschiedener Hersteller. Wir wissen, was eine unscharfe Spezifikation später kostet.

Die GA-Beratung von Foobot

Tests statt Besichtigungen

Unsere DNA kommt aus der IT: automatisierte Tests, reproduzierbare Methoden, Datenqualifizierung, Regressionserkennung. Unser Gegner ist nicht der Automatisierungstechniker. Es ist handgestrickte Software auf Systemen, die längst kritisch geworden sind.

GA-Abnahme und erstes Gewährleistungsjahr

Der nächste Schritt, nur wenn das Gebäude es hergibt

Eine zuverlässige Gebäudeautomation hat für sich Wert, es muss nicht zwingend eine KI-Phase folgen. Wenn echte Komplexität zu bewältigen ist, steuert die KI-Regelung die HLK alle 15 Minuten über die bestehende Gebäudeautomation nach. Bei Valeo: −28,6 % HLK-Verbrauch, gemessen nach dem IPMVP-Protokoll.

Die KI-Regelung
FAQ

GA-Fachplaner, Objektüberwachung, Bauherrenberatung: die Fragen, die man uns stellt

Was ist der Unterschied zwischen GA-Fachplaner, GA-Objektüberwachung und unabhängiger GA-Beratung?

Der GA-Fachplaner plant das System und schreibt die Spezifikationen. Die GA-Objektüberwachung koordiniert die Ausführung, übernimmt die fachtechnische Abnahme und gibt dem Bauherrn eine Abnahmeempfehlung. Die unabhängige GA-Beratung berät den Bauherrn und kontrolliert, was geliefert wird. Bei vielen Nichtwohngebäuden landen diese Rollen beim selben Beteiligten, manchmal beim Systemintegrator selbst. Foobot übernimmt Planung, Überwachung und Kontrolle. Niemals die Integration.

Ist Foobot wirklich unabhängig von Systemintegratoren und GA-Herstellern?

Foobot verkauft weder Leitsysteme noch Automationsstationen und führt keine Bauleistungen aus. EnergyWise, das Unternehmen hinter Foobot, ist ein europäisches Ingenieurunternehmen ohne kapitalmäßige Verbindung zu einem Systemintegrator oder GA-Hersteller.

Wann sollte der GA-Fachplaner hinzugezogen werden?

So früh wie möglich, vor der Ausschreibung an die Systemintegratoren: Das Leistungsverzeichnis schützt Sie bei einem Streit über den gelieferten Umfang. Wir steigen auch während der Ausführung ein, oder nur für die Abnahme und das erste Gewährleistungsjahr, wenn das Projekt bereits läuft.

Arbeiten Sie an bestehender Gebäudeautomation oder nur im Neubau?

Beides. Bei Sanierungen schauen wir zuerst, was bereits funktioniert. Eine für veraltet erklärte Anlage läuft manchmal noch sehr gut, und ein Komplettaustausch ist nicht immer die richtige Antwort auf eine Pflicht zur Nachrüstung.

Schreibt § 56 GModG eine GA-Effizienzklasse vor?

Im Bestand nicht. § 56 GModG (in Kraft seit dem 29.07.2026) verlangt für bestehende Nichtwohngebäude, deren Heizungs- oder Klimaanlage (auch kombiniert mit Lüftung) mehr als 70 kW Nennleistung hat, bis zum 31.12.2029 ein System für die Gebäudeautomatisierung und Gebäudesteuerung mit sechs Mindestfunktionen (u. a. kontinuierliche Verbrauchsüberwachung, herstellerunabhängige Schnittstelle, Erkennung von Effizienzverlusten), sofern das technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Eine GA-Effizienzklasse nach DIN EN ISO 52120-1 schreibt er nicht vor. Nur für Neubauten verlangt er einen Automationsgrad nach DIN/TS 18599-11: B über 290 kW, C über 70 kW. Nach dem früheren § 71a GEG mussten Nichtwohngebäude mit Anlagen über 290 kW bereits bis zum 31.12.2024 ausgerüstet sein.

Was kostet eine GA-Fachplanung?

Das wissen wir noch nicht: Wir müssen uns das Projekt ansehen. Der Betrag hängt von der Zahl der Gewerke, der Zahl der Datenpunkte, dem geforderten Testumfang und der Dauer der Begleitung nach der Abnahme ab. Ein erstes Gespräch von 15 Minuten reicht in der Regel, um den Umfang abzustecken.

Unabhängiger GA-Fachplaner

Ein GA-Projekt abstecken oder ein Leistungsverzeichnis prüfen lassen?

15 Minuten mit einem Foobot-Ingenieur. Wir schauen auf Ihr Projekt, Ihre Fristen nach § 56 GModG und das, was Ihr Leistungsverzeichnis enthalten sollte. Unverbindlich.