Ein FM-Vertrag, der in diesem Jahr unterschrieben wird, läuft 2030 noch. Ab dem 1. Januar 2030 greifen für bestehende Nichtwohngebäude die Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz (MEPS, § 40 GModG)[1][1]Regulierung und NormenBundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, Art. 2 Nr. 22: § 40 GModG „Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude“ und § 41 „Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden“ (in Kraft ab 01.01.2027; Primärenergiebedarf höchstens das 3,5-Fache des Referenzgebäudes ab 2030, das 2,95-Fache ab 2033)Zu den Quellen ↓, und bis Ende 2029 muss jedes Nichtwohngebäude mit Anlagen über 70 kW mit Gebäudeautomation ausgestattet sein[2][2]Regulierung und NormenBundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, Gesetz vom 23.07.2026 (GModG, in Kraft seit dem 29.07.2026): Gebäudeautomation für Nichtwohngebäude über 70 kW bis zum 31.12.2029, Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz ab 2030Zu den Quellen ↓. Wer weist dann die Energieeinsparungen im Immobilienbestand Ihres Unternehmens nach? Das Facility Management hat die klassischen internen Hausdienste abgelöst, die über Einsätze Rechenschaft ablegten. Wir gehen seine Leistungen durch, die Rolle des Facility Managers, die Verantwortungskette und schließlich die Klauseln, mit denen eine Garantie hält.
Facility Management: Definition, Leistungen und Beruf
Definition und Ursprung der Disziplin
Das Facility Management (FM) organisiert die Leistungen und Mittel, mit denen ein Unternehmen den ordnungsgemäßen Betrieb seiner Gebäude sicherstellt. Instandhaltung, Reinigung, Sicherheit, Empfang: Der Facility Manager koordiniert alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, aber die Arbeitsumgebung bestimmt.
Die Norm ISO 41011[3][3]Regulierung und NormenISO, „ISO 41011:2024, Facility Management – Begriffe“ (zweite Ausgabe, Februar 2024, ersetzt die Ausgabe von 2017)Zu den Quellen ↓ definiert es als Organisationsfunktion, die Menschen, Orte und Prozesse zum Nutzen des Kerngeschäfts integriert. Konkret vereint sie das Anlagenmanagement mit dem technischen Gebäudemanagement. Entstanden in den USA, hat sich die Disziplin zunächst in Großbritannien strukturiert; in Deutschland prägt vor allem der Branchenverband GEFMA mit seinen Richtlinien die Begriffe.
Wussten Sie schon? Die International Facility Management Association (IFMA) besteht seit 1980[4][4]Studien und BerichteIFMA, Gründung der International Facility Management Association im Jahr 1980Zu den Quellen ↓. Dennoch dauerte es bis 2017, bis eine internationale Norm, die ISO 41011[3][3]Regulierung und NormenISO, „ISO 41011:2024, Facility Management – Begriffe“ (zweite Ausgabe, Februar 2024, ersetzt die Ausgabe von 2017)Zu den Quellen ↓, das gemeinsame Vokabular der Disziplin festlegte.
Soft FM oder infrastrukturelles Gebäudemanagement: die Leistungen für die Nutzer
Das Soft FM (infrastrukturelles Gebäudemanagement) umfasst die Leistungen für die Nutzer. DIN 32736 gliedert das Gebäudemanagement in technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Gebäudemanagement sowie Flächenmanagement[6][6]Studien und BerichteDIN Media, „DIN 32736:2000-08, Gebäudemanagement – Begriffe und Leistungen“: technisches, infrastrukturelles und kaufmännisches Gebäudemanagement sowie FlächenmanagementZu den Quellen ↓. Zu den Leistungen für die Nutzer gehören:
• Reinigung von Büros und Sanitärräumen • Empfang, Telefonzentrale und Besuchermanagement • Sicherheit, Bewachung und Zutrittskontrolle • Post- und Paketdienste • Betriebsgastronomie und Cafeteria • Flächenmanagement und interne Umzüge
Eine Steuerungsebene koordiniert diese Lose, von der Optimierung der Arbeitsflächen bis zum Vertragscontrolling.
Die tägliche Rolle: Dienstleister, Budgets und Nutzer koordinieren
Im Alltag entscheiden Facility Manager zwischen Dienstleistern, Budgets und Nutzern. Ihre Rolle umfasst die Steuerung der Leistungen, deren Qualitätskontrolle und das Reporting. Jede Beschwerde landet auf ihrem Schreibtisch, daher die ständige Abwägung zwischen Komfort und Verbrauch (ein Grad mehr für eine Zone kostet oft den gesamten Heizkreis). Eine stabile Arbeitsumgebung zu garantieren verlangt Organisation, keine Feuerwehrreflexe.
Facility Manager werden: Ausbildung, Kompetenzen und Berufsaussichten
Wer Facility Manager werden will, findet gestufte Wege: von der technischen Ausbildung mit Weiterbildung zum Fachwirt bis zum Studiengang Facility Management an Hochschulen. Alle Stellenprofile betonen eine Doppelkompetenz: technisch gegenüber den Wartungsfirmen, kaufmännisch gegenüber den Budgets. Die Stellenangebote kommen vor allem aus der Immobilienwirtschaft, wo sich die Vergütung nach der Größe des Bestands richtet.
Wer entscheidet, wer führt aus, wer hält die Daten: die Verantwortungskette des Gebäudes
Eigentümer, Property Manager, FM, Wartungsfirma und Systemintegrator: wer was macht
In einem Immobilienbestand teilen sich fünf Akteure die Bewirtschaftung der Gebäude, ohne dass jemand die ganze Kette sieht. Das Schema unten reiht sie Glied für Glied auf: was jeder entscheidet, was er ausführt und welche Daten er hält. Die Filter blenden jeweils eine Zeile ein.
Folgen Sie den Daten von Glied zu Glied, und das Problem springt ins Auge. Die GA-Trendaufzeichnungen schlummern beim Systemintegrator, die CAFM-Tickets beim Dienstleister und die Rechnungen beim Property Manager. Der Eigentümer der Heizungs- oder Klimaanlagen trägt dennoch die Pflicht zur Gebäudeautomation nach § 56 GModG[7][7]Regulierung und Normengesetze-im-internet.de, „§ 56 GModG – Gebäudeautomatisierung und Gebäudesteuerung“: Pflicht des Eigentümers eines Nichtwohngebäudes über 70 kW, Frist 31.12.2029Zu den Quellen ↓ und, je nach Vertrag gemeinsam mit seinem Mieter, die Betreiberverantwortung im Sinne von GEFMA 190; ab 2030 kommen die Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz hinzu[1][1]Regulierung und NormenBundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, Art. 2 Nr. 22: § 40 GModG „Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude“ und § 41 „Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden“ (in Kraft ab 01.01.2027; Primärenergiebedarf höchstens das 3,5-Fache des Referenzgebäudes ab 2030, das 2,95-Fache ab 2033)Zu den Quellen ↓. Die Verantwortungskette reißt genau dort, wo die Daten den Besitzer wechseln. Der FM-Dienstleister steuert Instandhaltung und technisches Gebäudemanagement. Zugang zu den Quellen, die sein Ergebnis belegen würden, erhält er selten. Wer ist bei Ihnen dafür verantwortlich, diese Daten zusammenzuführen?
Eine Einspargarantie halten: Abweichung, Ergebnismessung und Klauseln, die festzuschreiben sind
Was eine Einspargarantie für den Dienstleister ändert
Unter einer Einspargarantie wechselt der Beruf die Maßeinheit. Der Vertrag zählt keine durchgeführten Wartungsgänge mehr, sondern Kilowattstunden. Der Dienstleister schuldet nicht mehr nur seine Tätigkeit, sondern den Erfolg – eine Ergebnisverpflichtung mit Vertragsstrafe bei verfehltem Ziel und Erfolgsbeteiligung bei Übererfüllung. Die Grundmaßnahmen der Instandhaltung nach DIN 31051[5][5]Regulierung und NormenDIN Media, „DIN 31051:2019-06, Grundlagen der Instandhaltung“: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung als GrundmaßnahmenZu den Quellen ↓ einzuhalten reicht nicht mehr. Die Einspargarantie macht aus dem Facility Management eine Leistung, die an einer bezifferten Zielgröße gemessen wird und die das Unternehmen anfechten kann.
Die Abweichung im zweiten Jahr: VIP-Beschwerde, Notbetrieb und verlorene Einstellungen
Im zweiten Jahr kommt die energetische Abweichung durch drei Türen. Die VIP-Beschwerde (der Geschäftsführer im obersten Stock, der das ganze Jahr seine 24–25 °C verlangt, schon oft erlebt) wird mit einem von Hand angehobenen Sollwert gelöst, der nie wieder gesenkt wird. Der Notbetrieb folgt: Ein Fühler fällt aus, die Anlage läuft im Ersatzbetrieb, und niemand kommt darauf zurück. Dann gehen die Einstellungen verloren, weil die Nachverfolgbarkeit fehlt. Jeder Flicken macht einen Arbeitsplatz komfortabel und lässt das ganze Gebäude zahlen, im Vollbetrieb wie am Wochenende. Um die Abweichung vor der Jahresabrechnung zu erkennen, bleibt die Energiesignatur das einfachste Werkzeug: eine Gerade, die den Verbrauch mit der Gradtagzahl verknüpft.
Stumme Zähler und lückenhafte Trendaufzeichnung: wenn Daten die Garantie gefährden
Öffnen Sie die Trendaufzeichnung eines Bestands unter Vertrag. Oft findet sich dasselbe: ein seit Wochen getrennter Zähler, Datenlücken, Dubletten, Spitzen, die niemand erklärt. Das Monitoringsystem zeigt trotzdem eine saubere Kurve. Die Datenqualität wurde bei der Inbetriebnahme der Anlage nie geprüft.
Eine Garantie, die man nicht messen kann, ist eine Garantie, die man nicht halten kann.
Tätigkeits- und Ergebniskennzahlen: was die Leistung belegt
Die meisten Betriebsreports stapeln Tätigkeitskennzahlen. Sie zeigen, dass gearbeitet wurde, ohne zu sagen, ob es wirkt. Die Tabelle unten trennt diese Kennzahlen von den Ergebniskennzahlen und nennt, wer sie erzeugt.
| Kennzahl | Typ | Wer sie erzeugt | Durch Dritte prüfbar? |
|---|---|---|---|
| Erfüllungsgrad der präventiven Wartungsgänge | Tätigkeit | Dienstleister, über das CAFM-System | Nein, Eigenangabe |
| Reaktionszeiten | Tätigkeit | Dienstleister, CAFM-Tickets | Teilweise, Zeitstempel vom Dienstleister erfasst |
| Geschlossene CAFM-Tickets | Tätigkeit | Dienstleister | Nein, ein Abschluss ist keine Behebung |
| Witterungsbereinigter HLK-Verbrauch gegenüber dem Referenzverbrauch (Baseline) | Ergebnis | Zähler und GA-Trendaufzeichnungen | Ja, nach vereinbartem Einsparnachweis (z. B. IPMVP, DIN ISO 50015) |
| Stabilität der Sollwerte | Ergebnis | GA-Trendaufzeichnungen | Ja, wenn die Trendaufzeichnung vollständig ist |
| Aktive Handbetriebe | Ergebnis | Gebäudeleittechnik | Ja, per Stichtagsabfrage |
| Vollständigkeitsgrad der Zählerdaten | Ergebnis | Trendaufzeichnung der Zähler | Ja, aus den Exporten berechenbar |
Ergebniskennzahlen ersetzen die Instandhaltungsmaßnahmen nicht. Sie sagen, ob die Instandhaltung etwas gebracht hat. Bei Valeo ergab die Messung nach dem internationalen IPMVP-Protokoll −28,6 % bei Wärme und Strom[8][8]Aus der PraxisFallstudie Foobot/Valeo, −28,6 % bei Wärme und Strom, gemessen nach dem IPMVP-ProtokollZu den Quellen ↓. Die Zahl hält, weil ein Dritter sie nachrechnen kann.
Baseline, Witterungsbereinigung und Einsparnachweis: Einsparungen verifizieren
Eine behauptete Einsparung vergleicht eine Rechnung mit einer anderen. Eine gemessene Einsparung geht von einer Baseline aus: dem Referenzverbrauch, bereinigt um die Gradtagzahl (VDI 3807, in Kd), damit ein milder Winter das Ergebnis nicht verfälscht.
Das International Performance Measurement and Verification Protocol, das IPMVP-Protokoll, legt Methode, Anpassungen und zulässige Unsicherheit fest; in der deutschen Praxis ist ein vertraglich vereinbarter Einsparnachweis mit Witterungsbereinigung üblich. Allgemeine Grundsätze der Messung und Verifizierung beschreibt DIN ISO 50015. Ein Dritter kann die Rechnung wiederholen. Nur eine so belegte Kostensenkung hält vor einem Eigentümer stand. Sie dient auch als Grundlage für die Treibhausgasbilanz.
CAFM, Gebäudeautomation und übergeordnete Managementebene: was jedes Werkzeug wirklich aufzeichnet
Das CAFM-System dokumentiert Einsätze, keine Kilowattstunden. Die Software weiß, dass ein Filter gewechselt wurde. Sie weiß nicht, ob die RLT-Anlage seitdem mehr verbraucht. Die Gebäudeautomation zeichnet dagegen Sollwerte, Zustände und Zählwerte auf. Die übergeordnete Managementebene, eine standortübergreifende Gebäudeleittechnik, aggregiert diese Daten auf Bestandsebene. Künstliche Intelligenz hat nur bei echter Komplexität ihren Platz: Für die Beleuchtung genügt ein Präsenzmelder.
Von der Jahreskontrolle zur kontinuierlichen Regelung: was sich für die Garantie ändert
Die Jahreskontrolle entdeckt eine Abweichung bis zu zwölf Monate nach ihrem Beginn. Die kontinuierliche Regelung erkennt sie in wenigen Tagen, weil sich die Sollwerte mit Wetter und Belegung anpassen. Für einen technischen Dienstleister erlaubt dieser Takt, den Betrieb vor der Abrechnung zu optimieren und das Ergebnis zu verbessern, mit oder ohne künstliche Intelligenz.
Daten, Zugänge und tatsächlicher Anlagenzustand: was vor der Unterschrift festzustellen ist
Stellen Sie vor der Unterschrift die Fragen, die niemand stellt. Gehören Ihnen die GA-Trendaufzeichnungen? In welchem Format lassen sie sich exportieren? Wer stellt den Zugang zur Gebäudeleittechnik tatsächlich sicher? Wie viele Handbetriebe sind heute aktiv? Beschreiben die Funktionsbeschreibungen noch die vorhandenen Anlagen? Ohne Feststellung des tatsächlichen Anlagenzustands stützt sich die Umsetzung der Garantie auf ein Foto, das niemand gemacht hat. Das Recht an den Daten wird vor der Unterschrift verhandelt.
Einsparberechnung, Betreiberverantwortung und Rückgabe: was der Vertrag regeln muss
Die Bestandsaufnahme sagt, wo das Gebäude steht. Der Vertrag sagt, wer während seiner gesamten Laufzeit wofür einsteht. Drei Themen verdienen eine ausdrückliche Klausel: die Methode der Einsparberechnung, die Zuordnung der Betreiberverantwortung und das Vertragsende. Hier die Fragen, die Auftraggeber und Dienstleister vor der Verpflichtung klären müssen. Haken Sie die ab, die bereits schriftlich beantwortet sind.
Ein leeres Kästchen blockiert die Unterschrift nicht: Es benennt die Klausel, die vorher zu schreiben ist. Die Rückgabeklausel verdient besondere Aufmerksamkeit. Sie stellt sicher, dass Trendaufzeichnungen, Zugänge und Dokumentation am Vertragsende in einem nutzbaren Format an das Unternehmen zurückgehen. Ohne sie bleibt das technische Gebäudemanagement des Standorts an den scheidenden Dienstleister gebunden. Vorausgesetzt, die Gebäudeautomation ist verlässlich genug, damit diese Klauseln überhaupt einen Gegenstand haben.
Erst verlässlich machen, dann regeln: die Leistungen von Foobot für den Dienstleister unter Garantie
GA-Beratung: die Gebäudeautomation in Ordnung bringen, bevor Sie sich verpflichten
Bevor eine Garantie unterschrieben wird, muss die Gebäudeautomation einen Sollwert halten können. Die GA-Beratung beginnt dort: Handbetriebe beseitigen, Regelabläufe wieder stimmig machen, Alarme auf die reduzieren, die nützen. Die Plausibilisierung der Zählerdaten behandelt anschließend Verbindungsabbrüche, Datenlücken und Dubletten. Diese Arbeit hat ihren Wert für sich. Sie ist keine Eintrittskarte zur KI: Ein verlässlich gemachter Standort kann sehr wohl dabei bleiben.
KI-Regelung: die Garantie zwischen zwei Abrechnungen halten
Eine Einspargarantie geht selten durch einen Ausfall verloren. Sie geht verloren durch einen wegen einer Beschwerde angehobenen Sollwert, einen „zur Sicherheit“ vorgezogenen Anlagenstart, eine seit der Abnahme nie angepasste Heizkurve. Keine dieser Abweichungen löst einen Alarm aus. Alle werden bei der Abrechnung bezahlt.
Wenn die Gebäudeautomation ihre Sollwerte hält und der Standort echte Komplexität behält (Heiz- und Kaltwasserkreise, RLT-Anlagen, Anlagenstartzeiten), übernimmt die KI-Regelung von Foobot die Regelung. Sie lernt in einem digitalen Zwilling des Gebäudes, kalibriert auf dessen tatsächliche Verbräuche, und passt die HLK-Sollwerte dann alle 15 Minuten über die bestehende Gebäudeautomation an, ohne größere Umbauten. Die Instandhaltung bleibt beim Dienstleister. Was sich ändert: Die Regelung wartet nicht mehr auf die Abrechnung, um korrigiert zu werden.
Das Ergebnis wird wie die Garantie selbst gemessen, nach dem IPMVP-Protokoll und gegen das Referenzjahr: −18 % HLK-Stromverbrauch am Hauptsitz von Hachette Livre, −28,6 % bei Valeo. Für den Dienstleister unter Garantie wird die Abweichung innerhalb einer Woche korrigiert, statt bei der Abrechnung verhandelt.
Was eine Einspargarantie auf Dauer hält
Eine Einspargarantie gewinnt man nicht in der Regelung. Man gewinnt sie vorher, mit drei wenig spektakulären Dingen: Daten, die Ihnen gehören, einer von beiden Parteien unterschriebenen Baseline und Klauseln, die sagen, wer was aufhebt. Das Unternehmen, das sein technisches Gebäudemanagement auslagert, behält dieses Fundament in der Hand. Der Dienstleister, der sich zu einem Ergebnis verpflichtet, hat ebenso viel Grund, es einzufordern.
Bleibt der Teil, den der Vertrag nicht schreibt: der Takt. Eine bei der Jahresabrechnung gesehene Abweichung wird verhandelt. In derselben Woche gesehen, wird sie korrigiert. Wenn Ihre Garantie noch von einer jährlichen Ablesung abhängt, messen Sie, was die kontinuierliche Regelung an Ihren echten Trenddaten ändern würde.
Ihre Garantie durch kontinuierliche Regelung halten
Weiterführend:
- Energiespar-Contracting
- Wartungsverträge für die technische Gebäudeausrüstung (VDMA 24186)
FAQ – Facility Management
Welche Rolle hat der Facility Manager?
Er koordiniert die Dienstleister, entscheidet über Budgets und antwortet den Nutzern. Unter einer Einspargarantie erweitert sich seine Rolle. Facility Manager legen nicht mehr nur über durchgeführte Einsätze Rechenschaft ab: Sie stehen für ein am Gebäudeverbrauch gemessenes Ergebnis ein.
Warum ist Facility Management für den Betrieb von Gebäuden mit Publikumsverkehr unverzichtbar?
Ein Gebäude mit Publikumsverkehr vereint Betreiberpflichten, Betriebskontinuität und Belegungsspitzen. Das FM ist dort unverzichtbar: Es organisiert Instandhaltung, Prüfungen und Dienste, damit der Standort ordnungsgemäß funktioniert. Ein Ausfall der Alarmanlage wird sofort zum Sicherheitsthema.
Was ist Facility Management?
Es ist die Organisation der Dienste und des Anlagenmanagements, die einem Unternehmen den Betrieb seiner Gebäude ermöglichen. In den USA und dann in Großbritannien formalisiert, führt die Disziplin die klassischen internen Hausdienste fort und ergänzt sie um einen technischen Umfang: Instandhaltung, HLK und Gebäudeautomation.
Wie wird man Facility Manager?
Facility Manager wird man über eine Ausbildung oder ein Studium in Immobilienwirtschaft, Versorgungstechnik oder Facility Management, ergänzt um Weiterbildungen wie den Fachwirt. Das Berufsbild verbindet Technik und Vertragsmanagement. Die Stellenangebote richten sich vor allem an den Nichtwohnbereich, wo eine Stelle als Facility Manager meist Betriebserfahrung voraussetzt.
Was sind die Herausforderungen des Facility Managements?
Zuerst die energetische Abweichung: nach einer Beschwerde angehobene Sollwerte, nie aufgehobene Notbetriebe. Dann unvollständige Daten, die den Nachweis einer Ergebnisverpflichtung verhindern. Die dritte Herausforderung ist vertraglich: Wer hält die Zugänge und die Trendaufzeichnungen?
Welche Leistungen umfasst Facility Management?
Die Leistungen des Facility Managements gliedern sich in zwei Blöcke. Das Hard FM (technisches Gebäudemanagement) umfasst die technische Instandhaltung, HLK und die Pflege der Bausubstanz. Das Soft FM (infrastrukturelles Gebäudemanagement) vereint die Dienste für die Nutzer: Reinigung, Empfang, Sicherheit, Post, Gastronomie und Flächenmanagement.
Welche Werkzeuge gibt es für das Facility Management?
Das CAFM-System plant und dokumentiert Einsätze. Die Gebäudeautomation regelt und zeichnet Sollwerte, Zustände und Zählwerte auf. Die übergeordnete Managementebene fasst mehrere Standorte in einer Ansicht zusammen. Keines dieser Werkzeuge belegt allein eine Einsparung: Dafür braucht es eine Baseline und eine Messmethode.
Wie optimiert man das Facility Management?
Erst verlässlich machen, dann optimieren: Handbetriebe aufheben, Zähler reparieren, Regelabläufe aktualisieren. Erst danach kommen Flächenoptimierung und Feinregelung. Jede angekündigte Einsparung wird nach einem vereinbarten Einsparnachweis (IPMVP oder DIN ISO 50015) mit Witterungsbereinigung über die Gradtagzahl überprüft.
Quellen und Verweise
Die nummerierten Verweise im Text entsprechen den folgenden Quellen.- [1]Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, Art. 2 Nr. 22: § 40 GModG „Renovierungsanforderungen an bestehende Nichtwohngebäude“ und § 41 „Nachweis zur Gesamtenergieeffizienz von Nichtwohngebäuden“ (in Kraft ab 01.01.2027; Primärenergiebedarf höchstens das 3,5-Fache des Referenzgebäudes ab 2030, das 2,95-Fache ab 2033)23.07.2026↑ 1 2
- [2]Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226, Gesetz vom 23.07.2026 (GModG, in Kraft seit dem 29.07.2026): Gebäudeautomation für Nichtwohngebäude über 70 kW bis zum 31.12.2029, Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz ab 203028.07.2026↑
- [3]ISO, „ISO 41011:2024, Facility Management – Begriffe“ (zweite Ausgabe, Februar 2024, ersetzt die Ausgabe von 2017)↑ 1 2
- [5]DIN Media, „DIN 31051:2019-06, Grundlagen der Instandhaltung“: Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung als Grundmaßnahmen↑
- [7]gesetze-im-internet.de, „§ 56 GModG – Gebäudeautomatisierung und Gebäudesteuerung“: Pflicht des Eigentümers eines Nichtwohngebäudes über 70 kW, Frist 31.12.202929.07.2026↑
- [8]Fallstudie Foobot/Valeo, −28,6 % bei Wärme und Strom, gemessen nach dem IPMVP-Protokoll↑