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IPMVP und Einsparnachweis: Messung und Verifizierung im Contracting

Verstehen Sie das IPMVP, wählen Sie Option A, B, C oder D passend zu Ihrem Energiespar-Contracting und klären Sie, wer den Referenzverbrauch aufbauen muss.

Adrien Lafond
13 Min. Lesezeit

Im Energiespar-Contracting löst die „nach IPMVP gemessene“ Einsparung Erfolgsbeteiligung und Vertragsstrafen aus. Bleibt eine Frage: Wer hat sie berechnet? Das Protokoll garantiert eine dokumentierte Methode, um den Energieverbrauch vor und nach einem Projekt zu vergleichen. Es garantiert nicht die Unabhängigkeit desjenigen, der sie anwendet. Und eine Einsparung, die derjenige misst, der sie verkauft, bleibt eine Behauptung. So wählen Sie die Option, prüfen den Referenzverbrauch (Baseline) und legen fest, wer die Einsparung verifiziert.

Was das IPMVP ist und wie eine Energieeinsparung nach dem Protokoll berechnet wird

IPMVP: Definition des Protokolls und Rolle der EVO

Das IPMVP, International Performance Measurement and Verification Protocol, ist das internationale Protokoll für Messung und Verifizierung der Energieeffizienz. Unter diesem Namen seit 1997 veröffentlicht, wird es seit 2004 von der Efficiency Valuation Organization (EVO) getragen[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓. Es vergleicht eine Referenzperiode mit einer Berichtsperiode, um die Wirkung einer Maßnahme auf den Energieverbrauch zu isolieren. Es setzt Grundsätze und überlässt die Methode ihrem Verfasser.

Die geltende Ausgabe stammt aus dem Jahr 2022[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓. Die EVO stellt sie unter dem Titel „IPMVP Core Concepts 2022“ in ihrer Online-Bibliothek bereit[2][2]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „IPMVP Core Concepts 2022“, Protokollseite der EVOZu den Quellen ↓. Prüfen Sie vor der Unterschrift, welche Ausgabe Ihr Energiespar-Contracting-Vertrag zitiert. Dieser internationale Rahmen ist Contractoren ebenso geläufig wie Fachleuten für Energieeffizienz.

Wozu ein Protokoll, das kein Gesetz vorschreibt?

Kein Gesetz schreibt das Protokoll vor, weder in Deutschland noch auf EU-Ebene. Im internationalen Contracting ist es dennoch die gängige Methodik; in Deutschland kennen es die großen Contractoren, Marktstandard ist hier aber der vertraglich vereinbarte Einsparnachweis. Contractoren, Finanzierer und Auftraggeber finden im IPMVP eine gemeinsame Basis, um ein Effizienzergebnis vertraglich zu fixieren, in einem nicht präskriptiven Rahmen[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓.

Die Nachbarn des Protokolls folgen anderen Logiken. Der Einsparnachweis im Energiespar-Contracting arbeitet meist mit monatlichen Verbräuchen und Witterungsbereinigung. DIN EN 17669 legt Mindestanforderungen an Energieleistungsverträge fest. ISO 50015 beschreibt die Messung und Verifizierung, ISO 50006 Energieleistungskennzahlen und energetische Ausgangsbasen. ISO 50001 schließlich zertifiziert ein Energiemanagementsystem.

Wussten Sie schon? Das Protokoll wählt weder die Option noch die akzeptable Unsicherheit. Beide Entscheidungen überlässt es dem Verfasser des Mess- und Verifizierungskonzepts (M&V-Plan)[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓, und das ist oft das Unternehmen, das die Maßnahme verkauft hat.

Die Formel: angepasster Referenzverbrauch minus gemessener Verbrauch

Die Grundsätze zur Berechnung der Einsparung passen in eine Zeile, sobald Referenzperiode und Messgrenze festgelegt sind.

Einsparung = angepasster Referenzverbrauch – Verbrauch der Berichtsperiode

Alles hängt am Wort „angepasst“. Man berechnet, was das Gebäude ohne die Maßnahme unter den Bedingungen der Berichtsperiode verbraucht hätte. Dieser Referenzverbrauch entsteht nach den Regeln, die unser Beitrag zu Referenzverbrauch und Gradtagzahlen beschreibt.

Routineanpassungen: Witterung, Belegung und Betriebszeiten

Routineanpassungen rechnen in jeder Periode die variablen Einflussgrößen neu: Gradtagzahlen, Belegung, Betriebszeiten. Ohne Witterungsbereinigung über Gradtagzahlen erzeugt ein milder Winter eine Einsparung, die niemand erbracht hat. Die Energiesignatur des Gebäudes trennt die Wirkung der Maßnahmen von der des Wetters. Das ist die Voraussetzung, um den realen Effekt zu lesen.

Nicht-routinemäßige Anpassungen: wenn sich das Gebäude während der Berichtsperiode ändert

Nicht-routinemäßige Anpassungen betreffen die statischen Faktoren: vermietete Fläche, Mieterwechsel, zusätzliche Anlagen, vertragliche Betriebszeiten, Umbauten eines Nutzers. Das ist das häufigste Streitfeld im Energiespar-Contracting. Eine nachträglich geschriebene Anpassung dient zuerst dem, der sie schreibt, vor allem wenn der Vertrag diese Faktoren nicht vor der Berichtsperiode auflistet.

Welche Genauigkeit darf man von einer gemessenen Einsparung erwarten?

Eine gemessene Energieeinsparung kommt immer mit einer ausgewiesenen Unsicherheit. Sie hängt von der Genauigkeit der Zähler, vom Referenzmodell und von der Dauer der Berichtsperiode ab. Eine kleine Einsparung kann in der Streuung des Zählers untergehen. Ein belastbares Ergebnis weist deshalb seine Unsicherheit aus: Daran bemisst sich die Verlässlichkeit der Methode zuerst.

Optionen A, B, C und D des IPMVP: nach dem Umfang der Maßnahme wählen

Option A: den Schlüsselparameter messen, den Rest schätzen

Option A grenzt die Maßnahme ab und misst den Schlüsselparameter, zum Beispiel die Leistungsaufnahme einer ersetzten Pumpe. Der andere Parameter, die Betriebsdauer, wird geschätzt. Sind die Betriebsstunden eines Projekts schlecht bekannt, beruht die Wirkung der Maßnahme auf einer Annahme: Das ist das Risiko, das die Schätzung trägt.

Option B: die Maßnahme abgrenzen und alle Parameter messen

Option B behält dieselbe Messgrenze, misst aber alle Parameter, kontinuierlich oder in kurzen Intervallen je nach Schwankung, mit einer eigenen Unterzählung. Die Genauigkeit hat ihren Preis. In der Praxis ist die Messtechnik der größte Kostenfaktor einer M&V. Bei einer sanierten RLT-Anlage werden die Zähler vor den Arbeiten gesetzt, nie danach.

Option C: am Hauptzähler des gesamten Gebäudes messen

Option C stützt sich auf die Zähler des gesamten Standorts, bereinigt um variable Einflussgrößen wie die Gradtagzahlen. Sie eignet sich für diffuse Maßnahmen, etwa eine Überarbeitung der GA-Sequenzen und Sollwerte, sofern die erwartete Einsparung deutlich aus der Streuung des Gesamtverbrauchs hervortritt. In der Regel verlangt sie je einen vollständigen Jahreszyklus für Referenz und Berichtsperiode.

Option D: eine kalibrierte Simulation einsetzen

Option D beruht auf einer Gebäudesimulation, die an realen Messwerten kalibriert ist. Sie bleibt den Fällen vorbehalten, in denen die Referenz fehlt oder nicht nutzbar ist: Neubau, Kernsanierung, fehlende Historie. Die Qualität der Kalibrierung bestimmt die gesamte ausgewiesene Einsparung.

Welche IPMVP-Option zu welcher Maßnahme passt Qualitative Lesehilfe · Optionen A, B, C und D · keine Einsparwerte
Maßnahme Messgrenze Benötigte Daten Referenzperiode Typische Falle Empfohlene Option
Austausch einer HLK-Komponente
ESC mit Investition
Einzelne Anlage Eigener Zähler oder punktuelle Messung des Schlüsselparameters Einige repräsentative Betriebswochen Betriebsstunden geschätzt statt gemessen A B
A, wenn die Betriebsstunden bekannt sind, sonst B
Sanierung einer RLT-Anlage
ESC mit Investition
Die RLT-Anlage und ihr Netz Eigene Unterzählung Eine Betriebssaison Zähler erst nach den Arbeiten gesetzt B
Unterzähler vor den Arbeiten installiert
Überarbeitung der GA-Sequenzen und Sollwerte
ESC Betriebsoptimierung
Gesamter Standort Hauptzähler und Gradtagzahlen Ein vollständiger Jahreszyklus Einsparung zu klein gegenüber dem Gesamtverbrauch C
Hauptzähler, witterungsbereinigt über Gradtagzahlen
Prädiktive Regelung und optimierter Anlagenstart
ESC Betriebsoptimierung ESC Gesamtpaket
Gesamter Standort Hauptzähler, Gradtagzahlen und GA-Trendaufzeichnung Ein vollständiger Jahreszyklus Referenz während Handbetrieb (Override) erfasst C
Referenz nachweislich ohne Handbetrieb
Option D: an realen Messwerten kalibrierte Simulation, nur für Fälle ohne nutzbare Referenz (Neubau, Kernsanierung, fehlende Historie).
4 von 4 Maßnahmen angezeigt

M&V-Plan und Daten: was die Messung vor dem Start verlangt

M&V-Plan: was er festlegt und woher die Daten kommen

Der M&V-Plan legt bei Vertragsabschluss Option, Messgrenze, Anpassungen und Zielunsicherheit fest. Er ist das Werkzeug der Umsetzung: Die Dauer der Berichtsperiode und der Einsatz eines unabhängigen Verifizierers beeinflussen seine Kosten. Wie er aufgebaut ist, erklärt unser Beitrag zum Mess- und Verifizierungskonzept im Detail. Die Daten des Plans stammen aus vier Quellen:

  • der Trendaufzeichnung der GA-Datenpunkte;
  • der Unterzählung einzelner Anlagen;
  • den Hauptzählern des Standorts;
  • der Wetterstation, auf die sich die Gradtagzahlen beziehen.

Bevor die Referenz eingefroren wird

Acht Punkte, die in der Referenzperiode zu prüfen sind

0/8 Punkte geprüft
Acht Punkte sind noch zu prüfen: Ab zwei offenen Punkten sollte die Unterzeichnung des M&V-Plans verschoben werden.

Wer misst und verifiziert: Warum der Contractor nicht Richter in eigener Sache sein kann

Contractor, Bauherrenberatung oder Dritter: Wer muss die Referenz aufbauen?

Im klassischen Energiespar-Contracting schreibt der Contractor, der die Einsparung garantiert, auch den M&V-Plan und berechnet das Ergebnis. Er ist Richter in eigener Sache. Böser Wille ist dafür nicht nötig: Seine Referenz dient zuerst seinem eigenen Projekt.

Eine Einsparung, die derjenige misst, der sie verkauft, bleibt eine Behauptung.

Auf Seiten des Auftraggebers prüft die unabhängige Bauherrenberatung die Referenz vor der Unterschrift. Der Dritte misst und verifiziert anschließend jede Abrechnung anhand der Rohdaten, nicht anhand des Berichts des beauftragten Unternehmens.

Zertifizierte Verifizierer: was ein Personenzertifikat garantiert

Die EVO vergibt seit dem 01.03.2022 eigene Zertifikate, den PMVA für M&V-Analysten und den PMVE für Experten, jeweils nach Schulung und Prüfung; das ältere CMVP der AEE wird von der EVO seither nicht mehr anerkannt. In beiden Fällen wird eine Person zertifiziert, nicht ein Projekt und nicht eine Organisation wie bei einer ISO-Zertifizierung. Ein zertifizierter Experte kann also eine fragile Referenz unterschreiben.

Mess- und Verifizierungskette

Fünf Rollen und die, die ein und dasselbe Unternehmen bündelt

1Auftraggeber HältVertrag, Budget und Risiko. UnterzeichnetDen Contracting-Vertrag und den M&V-Plan.
2Contractor HältDie Einspargarantie. UnterzeichnetDie Ergebnisverpflichtung mit Erfolgsbeteiligung und Vertragsstrafen.
3Verfasser des M&V-Plans HältDie Methode: Option, Messgrenze, Anpassungen, Unsicherheit. UnterzeichnetDen M&V-Plan.
4Betreiber HältDie GA-Datenpunkte, die Zähler und die Sollwerte. UnterzeichnetDie übermittelten Zählerstände und Trendaufzeichnungen.
5Unabhängiger Verifizierer HältEine Kopie der Rohdaten. UnterzeichnetDie Verifizierung jeder Abrechnung.

Wie Foobot das IPMVP auf ein ohne Baumaßnahmen geregeltes Gebäude anwendet

Unabhängige GA-Beratung: Zähler absichern, bevor eine Referenz eingefroren wird

Bevor wir über Optionen sprechen, schauen wir auf die Zähler. Unsere unabhängige GA-Beratung spürt Verbindungsabbrüche, Datenlücken, Doppelzählungen und unsichtbare Driften auf, die eine Referenz verfälschen. Diese Energiemanagement-Arbeit, oft Energiecontrolling genannt, hat ihren eigenen Wert: Ein Zähleraudit nützt dem nächsten Energiespar-Contracting, ob eine Regelungsoptimierung folgt oder nicht. Es kommt ohne Baumaßnahmen aus.

Bei Valeo haben wir −28,6 % HLK-Verbrauch nach dem IPMVP gemessen[3][3]PraxiserfahrungFoobot, Fallstudie Valeo, HLK-Verbrauch gemessen nach IPMVPZu den Quellen ↓.

Fragen Sie vor der Unterschrift eines Contracting-Vertrags, wer die Einsparung misst

Ein solides Energiespar-Contracting beruht auf vier Entscheidungen vor der Unterschrift. Die Option richtet sich nach dem Umfang der Maßnahme, nicht nach der Gewohnheit des Contractors. Die Referenz ist so gut wie die Zähler, die sie speisen. Nicht-routinemäßige Anpassungen werden vor der Berichtsperiode geschrieben, niemals nach der ersten ungünstigen Abrechnung. Und die Messung liegt bei einem Verifizierer, der nicht der Contractor ist.

Energieeffizienz wird mit Daten belegt, die ein Dritter nachrechnen kann. Lassen Sie die Zähler prüfen, die einen IPMVP-Bericht speisen, bevor Sie ihn lesen.

Eine unabhängige M&V beginnt mit verlässlichen Zählern

Zum Weiterlesen:

FAQ – IPMVP

Was ist das IPMVP-Protokoll?

Das International Performance Measurement and Verification Protocol erscheint unter diesem Namen seit 1997 und wird seit 2004 von der EVO herausgegeben[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓. Das Protokoll beschreibt, wie eine Energieeinsparung gemessen wird: Referenz, Berichtsperiode, Anpassungen. Es legt weder die Option noch die Unsicherheit fest.

Was unterscheidet IPMVP und Einsparnachweis?

Der Einsparnachweis ist die in deutschen Energiespar-Contracting-Verträgen übliche Methode: meist monatliche Verbräuche, witterungsbereinigt über Gradtagzahlen oder Klimafaktoren, nach den Regeln des Vertrags. Das IPMVP ist das internationale Protokoll für Messung und Verifizierung dahinter: Es liefert Optionen, Begriffe und Grundsätze, die ein Einsparnachweis übernehmen kann, wenn Erfolgsbeteiligung und Vertragsstrafen an einer gemessenen Einsparung hängen.

Welche Grundsätze gelten im IPMVP-Protokoll?

Seine Grundprinzipien bestehen darin, eine angepasste Referenzperiode mit einer Berichtsperiode zu vergleichen, innerhalb einer definierten Messgrenze. Dieses internationale Messprotokoll verlangt einen vor dem Start geschriebenen Plan, keine nachträgliche Rechtfertigung.

Was sind die großen Prinzipien des IPMVP-Protokolls?

Die großen Prinzipien der M&V sind Genauigkeit, Vollständigkeit, Vorsicht, Konsistenz, Relevanz und Transparenz[1][1]Studien und BerichteEfficiency Valuation Organization (EVO), „International Performance Measurement and Verification Protocol“, Ausgaben 1997 und 2022Zu den Quellen ↓. In der Praxis wiegt die Vorsicht am schwersten: Im Zweifel gilt die Annahme, die die Einsparung niedriger ausweist.

Warum ist es für die Energieeffizienz wichtig?

Ohne gemeinsame Methode weichen zwei Abrechnungen derselben Energiemaßnahme voneinander ab. Das Protokoll ist im internationalen Contracting zur gängigen Methodik geworden, ohne gesetzlich vorgeschrieben zu sein. Sein Beitrag: die reale Wirkung der Maßnahmen von Witterung und Belegung zu trennen.

Warum das IPMVP für die Energieeffizienz wählen?

Weil es Contractoren und Finanzierern als internationale Referenz dient. Dieser Rahmen verbindet die internationale Contracting-Praxis mit dem deutschen Einsparnachweis. Derselbe Bericht kann so von einem Verifizierer aus einem anderen Land ohne Übersetzung der Methode gegengelesen werden.

Welche Vorteile bietet das IPMVP-Protokoll?

Das IPMVP bietet einen flexiblen Rahmen: vier Optionen, anpassbar an den Umfang. Die Kehrseite liegt in dieser Flexibilität. Ein anerkanntes Protokoll schützt niemanden, wenn der M&V-Plan keinen präzisen, vor der Berichtsperiode unterzeichneten Rahmen setzt.

Welchen Nutzen haben die Auftraggeber?

Der Auftraggeber erhält einen Vertrag, der an ein überprüfbares Ergebnis gekoppelt ist. Das Protokoll sichert Erfolgsbeteiligung und Vertragsstrafen ab, sofern Referenz und Anpassungen vor dem Start geschrieben und anschließend von einem Dritten gegengelesen werden.

Wie misst man Energieeinsparungen?

Um Einsparungen zu messen, passt man den Verbrauch der Referenzperiode an die Bedingungen der Berichtsperiode an und zieht dann den gemessenen Verbrauch ab. Einsparungen ohne Witterungsbereinigung über Gradtagzahlen zu berechnen heißt, den Winter zu messen.

Wie wählt man die richtige Option des IPMVP-Protokolls?

Unter den Optionen A, B, C, D hängt die Wahl davon ab, was die Maßnahme verändert und welches Gewicht die Einsparung im Gesamtverbrauch hat. Eine einzelne Anlage verlangt A oder B. Eine diffuse Einsparung verlangt C, eine fehlende Referenz D.

Welche Werkzeuge braucht die Umsetzung des IPMVP?

Der M&V-Plan bleibt das zentrale Werkzeug des Vorgehens: Er legt Option, Messgrenze, Anpassungen und Unsicherheit fest. Die Werkzeuge und Methoden der Umsetzung folgen daraus: GA-Trendaufzeichnung, Unterzählung, Hauptzähler, Wetterstation und Regressionsmodell.

Wie bildet man sich zum IPMVP-Protokoll weiter?

Die anerkannten Kurse führen zur IPMVP-Schulung Level III, die auf die Prüfungen vorbereitet. Das PMVA-Zertifikat richtet sich an Analysten, das PMVE an Experten, die einen M&V-Plan verfassen oder anfechten. Wählen Sie einen Anbieter, der mit realen Verbrauchshistorien arbeiten lässt, nicht mit Lehrbuchfällen.

Wie erhält man die IPMVP-Zertifizierung?

Die von der EVO vergebene IPMVP-Zertifizierung ist heute der PMVA, Performance Measurement and Verification Analyst. Die Prüfung dauert vier Stunden und folgt auf eine Schulung, verbunden mit Anforderungen an Abschluss und Berufserfahrung. In Deutschland ist das Zertifikat kein Marktstandard; maßgeblich bleibt der im Vertrag vereinbarte Einsparnachweis.

Quellen

Quellen und Verweise

3 Quellen.
Praxiserfahrung1
  1. [3]Foobot, Fallstudie Valeo, HLK-Verbrauch gemessen nach IPMVP


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